Alexa Lê

Mühlebachstrasse 46

8008 Zürich

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Alexa Lê

Sie dehnt sich beim Yoga wie eine Akrobatin, trainiert in Korea Kampfkunst und berührt tief bei ihren Massagen: Alexa Lê ist eine vielschichtige Körperkünstlerin.

 

„Es kommt nicht so sehr auf die äussere Form an. Das Innerliche ist wichtig.“ Sagt eine, die mit beneidenswerter Leichtigkeit in die verdrehtesten Yoga-Stellungen gleitet. Kommen ihre Schüler da überhaupt noch mit? Alexa Lê lacht ein junges und entspanntes Lachen, dabei fliesst ihr langes dunkles Haar wie ein Schleier über den schmalen Rücken. „Natürlich habe ich Spass an diesen akrobatischen Bewegungen. Aber das ist inzwischen mehr Fun-Faktor. Eine Übung wird nicht wirkungsvoller, wenn man sich tiefer dehnen kann. Wichtig ist, dass jeder seinen eigenen Atemzug und Körper wahrnimmt. Das will ich vermitteln.“ Die 36-Jährige hat früh einen Weg eingeschlagen, den andere meist erst im zweiten Anlauf wagen. Statt einem Studium startete sie gleich nach dem Gymnasium mit einer Ausbildung als Shiatsu-Therapeutin, parallel dazu lernte sie Esalen-Massage. „Für mich war ganz klar, dass ich mit Menschen arbeiten will. Nicht so sehr über die Sprache, sondern über Erfahrung und Berührung.“ Wie bei ihren Bewegungen fliesst bei Alexa Lês Lebensweg das eine in das andere. Nach der Ausbildung ging sie nahtlos in die Selbständigkeit über. Begegnungen, wie die mit Robert Steinbacher , führten zu den nächsten Schritten. Vor etwa 15 Jahren stieg sie bei ihm mit Workout bodyART ein. Ein ganzheitliches Training, das nach dem Prinzip von Yin und Yang und der 5 Elementen Lehre aufgebaut ist und Kraft und Beweglichkeit kombiniert. „Wir ergänzen uns gut“, erklärt Alexa Lê. „Robert Steinbacher kommt von der sportlichen Seite, ich von der energetischen.“ Inzwischen verbreiten die beiden ihr Konzept in 17 Ländern von den USA und Mexiko bis Russland und Japan. Wird man damit reich? Alexa Lê schüttelt ihr Haar und lacht wieder: „Nein, aber ich reise viel! Unsere Motivation war immer die Leidenschaft für die Bewegung.“ Auf den geschäftlichen Aspekt konzentrieren sich die beiden erst seit zwei Jahren so richtig. Schon bald soll das Training als Lifestream zum Runterladen bereitstehen, für eine Lektion oder gleich als Jahresabo. Das sei die Zukunft, erklärt Alexa Lê.Für sie ist das kein Widerspruch zu ihrer individuellen Arbeit.Neben den wenigen Stunden in gehobenen Fitnessstudios wie dem Holmes Place oder Indigo, unterrichtet sie bei Ausbildungen für Yoga oder Esalen-Massage. Ihre vielfältigen Erfahrungen fliessen beim Massieren und in Privatstunden ein. „Viele sind heute auf der Suche nach einem Nährboden, um mehr bei sich selbst anzukommen“, erklärt sie. Darum sei eine individuelle Stunde kein Luxus, sondern eine Verbesserung der Lebensqualität. „Es mag simpel klingen, aber für mich ist es ein Geschenk, wenn sich der Kunde nachher besser fühlt.“Das fällt im hellen Praxisraum im Zürcher Seefeld leicht. Die breiten Fenstersimse sind mit blühenden Orchideen und klaren Kristallen geschmückt, rundum an den Wänden sitzen schlanke Buddhas und verströmen dieselbe Gelassenheit, die auch von Alexa Lê ausgeht. Zwar könnte man die 36-Jährige mit dem mädchenhaften Gesicht und dem zierlichen Körper um vieles jünger einschätzen, aber aus den dunklen Augen strahlt eine alte Weisheit. Damit hat vielleicht ihre Herkunft zu tun. Der Vater war mit 16 Jahren aus Vietnam in die Schweiz geflüchtet. Der Mathematiker arbeitet im IT-Bereich auf der Bank. Daneben widmete er sich aber schon sein Leben lang der Kampfkunst Aikido, Tai Chi und praktiziert Zen-Meditationen. „Er sagte immer zu mir, ich müsse mich auf eine Disziplin fokussieren und mich dort ganz vertiefen“, sagt Alexa Lê. Sie probiert aber gerne Verschiedenes aus, von der koreanischen Mönchsgymnastik Bulmudo bis zur Zen Martial Art Sunmudo (das auch!), seit neustem probiert sie sogar Boxen aus „Ich trainiere diszipliniert über einen Zyklus. So lange, bis ich spüre, dass diese neuen Erfahrungen in meine Arbeit einfliessen.“ Wo ihr Fokus liegt, ist für sie ganz klar: „Dazu inspirieren, sich etwas Gutes zu tun.“Vor sechs Jahren begegnete sie Master Peng aus Taiwan. Der Akupunkturarzt und Kampfkunstmeister unterrichtet regelmässig in der Schweiz, auch der verstorbene Kickboxer Andy Hug trainierte bei ihm. Demnächst will sie einen Workshop mit Master Peng organisieren: „Es soll eine Plattform für Kampfkünstler und Yogis sein. Ein Ort an dem verschiedene Qualitäten aufeinandertreffen.“ Immer wieder verbringt Alexa Lê kleine Auszeiten in Korea. Im Kloster Golgulsa trainiert sie mit den Mönchen Sunmudo Wer aber bei der Kampfkünstlerin auf dem Massagebett liegt, braucht sich nicht vor Hieben zu fürchten. Die Berührungen aus der Esalen- und Shiatsutechnik sind fliessend und gehen dennoch kraftvoll in tiefe Verspannungen hinein. Diese Leichtigkeit sei auch beim Training wichtig: „Die Muskelbewegung sollte nicht als Arbeit gegen einen Widerstand empfunden werden, sondern als ein Fliessen.“Wie man richtig in die Stiefel steigt, das hat Alexa Lê früh gelernt. Sie wuchs auf einem der ersten Bio-Bauernhöfe, im Fondli in Dietikon, auf: „Ich weiss, was es braucht, bis man den Apfel in der Hand hat.“ Hier hat sie auch Reiten gelernt, ihr Pony Duminka weidet noch immer hier. Inzwischen machen die beiden aber nur noch Spaziergänge. Ihre Mutter habe sie sehr frei erzogen: „Von ihr habe ich gelernt, meinem Bauchgefühl zu vertrauen.“ Darauf verlässt sie sich bei ihren Entscheidungen bis heute. Sie folgt ganz klar ihren Herzenswünschen. „Luxus ist für mich nicht ein Haus oder ein Auto, sondern Zeit zu haben. Ich gönne mir jeden Tag ein paar Momente ganz für mich.“